Drei Jahrhunderte bewegter Firmenhistorie

Rudolf Raab

Rudolf Raab

Franz Raab GmbH – wir sind seit 1873 für Sie auf Draht. Begleiten Sie uns durch drei Jahrhunderte bewegter Firmenhistorie.

1873 – Die Gründung
Mitglieder der Familie Raab führen das Unternehmen seit Gründung im Jahr 1873 als geschäftsführende Gesellschafter. Mit Draht fing alles an. Und Drähte und Litzen bestimmen auch heute noch die Produktion in Form von Leitermaterial und Schirmungen in elektrischen Kabeln.

1873 – Die erste Generation – Rudolf Raab
Tuchmachermeister Rudolf Raab gründet in Weißenburg ein Export-Commissions-Geschäft für Nürnberger Waren – also leonische Artikel. Mit dem Kauf der Firma Haass & Co beginnt im Unternehmen Raab die eigene leonische Produktion mit den Sparten Spinnerei, Weberei, Flechterei sowie der Handstickerei. Gold- und Silbergespinste, Bouillons, Litzen, Spitzen, Borten, Handklöppelspitzen und Tressen sind die zentralen Produkte. Grundmaterial ist meist Silber und Silber mit Feuergoldauflage.

Epaulette

Epaulette eines hohen Beamten am Hof König Ludwigs II – ca. 1880

Stickereien

Hochwertige Erzeugnisse aus der Verarbeitung von Silber- und Goldtressen

Stickereien

Hochwertige Erzeugnisse aus der Verarbeitung von Silber- und Goldtressen

Über die Grenzen Europas hinaus werden diese hochwertigen Erzeugnisse auch in Länder wie Brasilien, Singapur, „Britisch Indien“, „Arabien“, „Persien“ und „Holländisch Indien“ exportiert.

1880 – Gesellschaftereintritt – Max Raab
Eintritt von Max Raab als Gesellschafter in die Firma.

1897 – Die zweite Generation – Gustav Rudolf Raab
Gustav Rudolf Raab, Sohn des Firmengründers, tritt als Teilhaber in die Firma ein.

Gustav Raab

Gustav Raab

1899 – Technologische Vorreiter-Rolle
Zu dieser Zeit war die Firma Raab bereits Vorreiter im Hinblick auf technologische Innovation. In den Betriebsräumen wird die erste elektrische Industriebeleuchtung Weißenburgs installiert. Bahnbrechend war ebenfalls die Einrichtung einer Telefonanlage. Raab Kabel konnte damals unter der Rufnummer 9 erreicht werden.

1914 – Turbulente Zeiten
Die veränderte politische und auch Weltwirtschaftslage zwingt das Unternehmen zur Übernahme neuer Produktionszweige. Unter dem Namen „Raabsche Kettenfabrik“ liefert die Produktion nun Stahl- und Eisenketten aller Art. Mit dem Ende des 1. Weltkrieges läuft dieses Engagement aus und Schwerpunkt wird wieder die Fertigung leonischer Waren.

Das Betriebsgelände kann durch Zukäufe erweitert werden. Die Produktionsstätten befinden sich noch heute auf diesem stadtnahen Areal.

Betriebsgelände – historische Ansicht

Betriebsgelände – historische Ansicht

1917 – Königliche Ernennung
Die beiden Herren Max Raab und Gustav Rudolf Raab werden von König Ludwig III. zu Kommerzienräten ernannt.

Franz Raab

Franz Raab

Ausschnitt eines Bauchgurts für die Uniform eines französischen Bürgermeisters

Ausschnitt eines Bauchgurts für die Uniform eines französischen Bürgermeisters.

1919 – Die dritte Generation – Franz Raab
Aus dem 1. Weltkrieg zurückgekehrt, tritt Franz Raab als Vertreter der 3. Generation in das Unternehmen ein. Die Geschicke der Firma liegen für die kommenden 69 Jahre in seinen Händen.
Bei der Organisation der Verwaltung besteht Franz Raab auf der Abschaffung der bis dahin obligatorischen Stehpulte in den Büroräumen. Zudem führt er ein geradezu revolutionäres Kopierwesen ein.

1923 – Weltwirtschaftskrise
Die Freude der Facharbeiter über einen Monatslohn von 575 Milliarden Mark wird lediglich durch die entsprechenden Preise getrübt. Die Einführung der Rentenmark stoppt die Inflation und stabilisiert den Stundenlohn auf 43 Pfennige. Der schwierigen Marktsituation der Zeit begegnet die Firma Raab mit Findigkeit, weshalb zu dieser Zeit auch Kaffee und Metalltopfreiniger zum Sortiment gehören.

1933 – Fertigung von Uniformeffekten
Dank großer Ingenieurleistung kann ein Teil des vorhandenen leonischen Maschinenparks auch für eine weitere, ergänzende Produktsparte eingesetzt werden: Der Fertigung von Uniformeffekten wie Brustabzeichen und Schulterklappen.

1939 – Zerstörung der Berliner Niederlassung
Eine kurz zuvor in Berlin gegründete Niederlassung des Unternehmens wird während des 2. Weltkriegs bei Bombenangriffen zerstört.

1948 – Schwierige Nachkriegszeit
Nach dem 2. Weltkrieg liegt die Wirtschaft darnieder. Nur höchstflexible Anpassung, beginnend beim Handel mit Herrenhemden bis hin zur Fertigung von Verbandklammern und Putzschwämmen, sichert das Überleben des Unternehmens in dieser schweren Zeit.

Telefonleitung Detail

Telefonleitung Detail

Telefonleitung

Telefonleitung

1949 – Beginn der modernen Kabelfertigung
Die Währungsreform in Deutschland geht einher mit einer Konsolidierung der wirtschaftlichen Verhältnisse. Aufgrund neu entstehender Marktbedürfnisse öffnen sich Entwicklungschancen für das innovative Unternehmen Franz Raab. Ergänzend zur soliden Basis der Fertigung von Uniformeffekten produziert und konfektioniert die Firma Raab nun auch das High-Tech-Produkt „textilummantelte Telefonschnur“.

 

Klaus Raab

Klaus Raab

1952 – Die vierte Generation – Klaus Raab

Mit dem Eintritt von Dipl.-Ing. Klaus Raab in das Unternehmen vollzieht sich ein richtungsweisender Entwicklungsschritt: die Firma Franz Raab erschließt sich mit der Fertigung kunststoffummantelter Kabel und Leitungen neue zukunftsorientierte Märkte. Klaus Raab baut das Unternehmen mit großem persönlichem Engagement und mit unternehmerischer Weitsicht zu einer in der Branche bestens bekannten Produktionsstätte für Fernmeldeleitungen, Telefonschnüre und geschirmte Kabel sowie Leitungen für Elektronik und Elektroakustik aus.

1964 – Patentierte Schutzmarke MY®
Die noch heute aktuelle Schutzmarke MY® für unsere Produkte wird beim Patentamt eingetragen.

1967 – Alleiniger Schwerpunkt auf Kabel und Leitungen
Die Herstellung von Uniformeffekten und Textilwaren endet. Ab sofort steht die Fertigung und Weiterverarbeitung von Kabeln und Leitungen im Zentrum des Produktionsgeschehens.

v. l. Christopher Raab, Klaus Raab, Jörg Raab

v. l. Christopher Raab, Klaus Raab, Jörg Raab

1985 – Die fünfte Generation – Jörg Raab und Christopher Raab
Diplom-Kaufmann Jörg Raab und sein jüngerer Bruder Diplom-Betriebswirt Christopher Raab werden Mitglieder der Geschäftsführung. Sie repräsentieren mittlerweile die 5. Generation geschäftsführender Gesellschafter aus den Reihen der Familie Raab.

2005 – HEUTE
Das Unternehmen wird heute von Diplom-Kaufmann Jörg Raab geführt, nachdemHerr Diplom-Betriebswirt Christopher Raab im Alter von nur 42 Jahren verstarb. Ein engagiertes Team an hochqualifizierten Mitarbeitern garantiert den Unternehmenserfolg.

Die Franz Raab GmbH ist ein zertifiziertes mittelständisches Unternehmen mit Produktionsstandort in Bayern/Deutschland. Gefertigt werden flexible Standardkabel, kundenspezifische Spezialkabel und Sonderleitungen. Das Leistungsspektrum umfasst eine hochspezialisierte moderne Kabelkonfektion. Die Franz Raab GmbH ist ein erfahrener Spezialist in der Herstellung von Spiralkabeln und Wendelleitungen.

Größte Stärke des kleinen mittelständischen Unternehmens ist es, auf höchstspezifische Kundenwünsche schnell und flexibel eingehen zu können.